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Der Verlag Lettrétage
Seit gut drei Jahren ist das Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg ein Ort für Lesungen und Begegnungen mit und zwischen Autoren, Verlegern,
Agenten und Übersetzern. Der Verlag Lettrétage hat sich im Jahr 2009 aus der Programmarbeit des Literaturhauses entwickelt. Wie das Literaturhaus Lettrétage
versteht sich der Verlag als Forum für junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren – und wie das Veranstaltungsprogramm des Literaturhauses ein
starkes Interesse an der Literatur Lateinamerikas zum Ausdruck bringt, weist auch das Verlagsprogramm von Beginn an diesen Lateinamerikabezug auf.
Verleger Moritz Malsch plant ein kleines, aber feines Literaturprogramm, das sich weniger der Tretmühle des Literaturbetriebs und den
Produktionszwängen der Buchbranche als vielmehr den Kriterien der Qualität, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit unterordnet.
Dazu gehört, dass neue Titel nicht nach wenigen Monaten von noch neueren in die Backlist gedrängt werden, sondern der Verlag dauerhaft für seine
Projekte einsteht.
Auch wenn das „traditionelle“ Buch vorläufig noch im Vordergrund der Verlagsarbeit steht, möchte sich der Verlag Lettrétage auch neuen Wegen,
auf denen gute Literatur zum Leser respektive zur Hörerin gelangt, nicht verschließen. Zu verteidigen gilt es nicht das Buch aus Papier, sondern die
Literatur aus Gedanken.
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